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Der kanadische Ingenieur William Henry Mac Garvey gründete 1883, nachdem er sich in Glinik Mariampolski (Mariampol) bei Gorlice in Kleinpolen niedergelassen hatte, zusammen mit dem österreichischen Bankier John Simeon Bergheim eine Erdölraffinerie und einen Werkzeug- und Instandsetzungsbetrieb. 1895 wurde W.H. Mac Garvey und J.Bergheim die Konzession zur Gründung der Galizischen Karpathen-Petroleum-Aktiengesellschaft mit Sitz in Glinik Mariampolski erteilt und ihre Werkstatt begann, als eigenständige Fabrik für Maschinen und Bohrwerkzeuge in Glinik Mariampolski zu funktionieren. Schon bald galt die Raffinerie als eine der bedeutendsten der Region und der Betrieb wurde zur „Fabrik für Maschinen und Bohranlagen“. Die Fabrik galt bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges als bestes Werk seiner Art in Europa.

Die Fabrik erweiterte intensiv ihr Sortiment. Es wurden nun unter anderem auch komplette Bohranlagen, Pumpen, dampfbetriebene Aufzüge, Bohrstangen, Sätze von Werkzeug- und Schachtausrüstung für Bohrungen hergestellt. Sie belieferte den Inlandsmarkt und exportierte ihre Erzeugnisse außerdem in die Mehrheit der Länder, in denen Erdöl gefördert wurde, u.a. nach Rumänien, Sowjetrussland, Österreich, Indien, Syrien, Argentinien und Peru.

Während des Krieges war die Fabrik dem deutschen Konzern Karpathen Öl AG unterstellt.

Die Jahre 1883 - 1945
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Nach Kriegsende (1949) wurde die Fabrik in „Zentrale Erdöl-Werkstätten“ und baute ihre zerstörten Produktionskapazitäten wieder auf. Das Werk wurde in der Folge ausgebaut, es entstanden neue Produktionshallen und Lager und auch der Maschinenpark wurde erweitert und modernisiert. Es entstanden auch neue Sozialobjekte. Es gelang der Fabrik, ihre führende Stellung auf dem Markt für Bohranlagen, -werkzeug und -ausrüstung wiederzuerlangen. So wurde die Fertigung von Rotationswerkzeugen – Fräsköpfen – aufgenommen und es wurden fortan auch Bohranlagen zum Tieflochbohren hergestellt. 1962 erfolgte eine weitere Änderung des Namens des Unternehmens hin zu „Maschinen- und Bohrgerätefabrik Glinik“.

1968 nahm die Fabrik die Produktion von Maschinen und Anlagen zur Mechanisierung des Förderbetriebs in Steinkohlebergwerken/gruben auf. Es wurde mit der Serienfertigung von hydraulischen Stempeln und später auch von mechanisierten Strebausbauten begonnen. Es folgte eine intensive Erweiterung der Firma – es entstand ein neues Werk mit einer Schmiede, Formenbauwerkstatt und einem eigenen Heizkraftwerk. Die Fertigung wurde, auf eigene konstruktive und technische Lösungen gestützt, ausgeweitet und die Fabrik etablierte sich auf neuen Absatzmärkten: China, England, Ungarn und Jugoslawien. 1973 änderte sie ihren Namen zu „Bohr- und Bergbaumaschinen-Fabrik Glinik“.

In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kam es zu einem rasanten Anstieg der Produktion von mechanisierten Bruchstreb- und Versatzstrebausbauten. Die Fabrik nahm neue Produkte für den Kohlebergbau in ihr Angebot auf: Kohlenhobel, Förderer, Hochleistungs-Abbauanlagen. Intensiv entwickelte sich der Export in die östlichen Länder.

Die Jahre 1945 - 1968
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Der Prozess der Privatisierung und tiefgreifender struktureller und organisatorischer Veränderungen nimmt seinen Anfang. Die Firma wird in ein staatliches Einzelunternehmen – die Aktiengesellschaft Fabryka Maszyn Glinik S.A. – umgewandelt und in den folgenden Jahren nahm die Gesellschaft am  Massenprivatisierungsprogramm teil und wurde einer intensiven Restrukturierung, u.a. durch Verkauf ihres Sozialvermögens, von Flächen und Objekten unterzogen.

Die Unternehmensstruktur änderte sich schrittweise hin zu einer Holdingstruktur und die Produktionsbetriebe und die Dienstleistungssparte, u.a. Kuźnia Glinik Sp. z o.o., Narzędzia i Urządzenia Wiertnicze Glinik Sp. z o.o. und Zakład Maszyn Górniczych Glinik Sp. z o.o. wurden ausgegliedert. Im Ergebnis dieser Veränderungen war die Kuźnia „Glinik” Sp. z o.o. ab September 1993 eine eigenständige Wirtschaftseinheit.

2001 wurde das Management/Employee-Buy-Out-Unternehmen Inwest „Glinik” Sp. z o.o. gegründet, das von den Nationalen Investmentfonds (NFI) und dem Staat 87,84% der Anteile an der Aktiengesellschaft Fabryka Maszyn „Glinik” S.A. zurückerwarb.

Im Juli 2011 unterzeichnete die alteingesessene polnische Kapitalanlagegesellschaft TDJ S.A. mit Inwest „Glinik” S.A. die finalen Vertragsunterlagen über die Übernahme der Unternehmensgruppe Glinik aus Gorlice. Die TDJ S.A. erwarb das Aktienpaket der Fabryka Maszyn „Glinik” S.A. und kontrollierte fortan auch ihre Tochtergesellschaften. Dies war der Anfang ihrer tiefgreifenden  Restrukturierung.

Im Oktober 2013 ging die Kuźnia „Glinik” Sp z o.o. auf der Grundlage der mit der TDJ S.A. abgeschlossenen Vereinbarung über den Erwerb von Anteilen im Konzern Polska Grupa Odlewnicza auf.

Die Jahre 1992 – 2013

Kontakt

Kuźnia Glinik Sp. z o.o.
ul. Chopina 33A
38-320 Gorlice, Polen

Eintragungsnummer im Landesgerichtsregister KRS: 0000072570,
Statistische Unternehmensnummer (REGON): 490401498,
Steuer-IdNr (NIP): 738-00-08-594

Tel. +48 18 35 49 500
Fax +48 18 35 49 504
kuzniaglinik@pgosa.pl

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